Diese Seite beschreibt Persönlichkeiten aus dem Leben Emilies du Châtelet.


"Le Rocher" (Der Felsen), Gemälde von Laurent Charpentier, 1742, Museum von Lunéville
Der Adel am Hofe Stanislaus in Lunéville

Der Hofstaat von Lunéville umfasste die Mitglieder des Landadels. Voltaire schrieb während seines Aufenthaltes im Jahre 1748 Reime für alle Damen des Hofes, hielt die gesamte Gesellschaft in einer fröhlichen Aufregung und inszenierte in dem gut ausgestatteten Theater Komödien.

Emilie hatte in einigen der Stücke die weibliche Hauptrolle inne und konnte so ihre Garderobe und ihren Schmuck weitaus besser als in Versailles zur Geltung bringen.

Das obige Gemälde beschreibt eine würdevolle Gruppe Adeliger am Kai entlang der architektonischen Gärten in Lunéville. König Stanislaus hatte tatsächlich jegliche Formalität an seinem Hofe abgeschafft und es herrschte eine Atmosphäre, die einer großartigen, ziemlich albernen Landpartie glich. Derbe Scherze wurden ermutigt und die Höflinge kreischten und tollten von morgens bis abends herum. Ein Zwerg namens Bébé, den Stanislaus sehr liebte, stand im Mittelpunkt jedes Ereignisses. Er versteckte sich unter den Röcken der Damen, war ständig schlecht gelaunt, zerbrach Porzellan und war grausam zu den Tieren.

Voltaire wäre sicherlich lieber in Versailles oder in Paris bei Madame Denis, seiner Nichte und heimlichen Geliebten, gewesen. Dennoch schrieb er seinen Freunden, dass Lunéville ein verzauberter Palast sei und der König ein äußerst wohlwollender Gastgeber. Im Gegensatz dazu vergnügte sich Emilie sehr. Sie genoss die Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wurde, stattete mit Madame de Boufflers Visiten ab und verbrachte viel Zeit beim Kartenspiel.

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