Diese Seite beschreibt Persönlichkeiten aus Emilie du Châtelets Leben.


Sir Isaac Newton, Gemälde von Godfrey Kneller Sir Isaac Newton
Geboren am 25. Dezember 1642 in Woolsthorpe, Lincolnshire, England
Gestorben am 20. März 1727 in London, England

Der englische Mathematiker und Physiker Isaac Newton war die Schlüsselfigur der wissenschaftlichen Revolution Ende des 16. Jahrhunderts. Er entdeckte, dass das weiße Licht in Wahrheit eine Zusammensetzung verschiedener Farben ist und legte den Grundstein für die moderne physikalische Optik. Er erfand ebenfalls ein Spiegelfernrohr, dessen Vergrößerung 40-mal stärker war, als die gebräuchlichen Linsenfernrohre. In der Mathematik ist er der Begründer der Infinitesimalrechnung, welche für die moderne Physik und die meisten anderen Zweige der modernen Wissenschaft und Technik grundlegend ist.

Die drei Newton'schen Axiome, die Grundprinzipien der modernen Physik, ergaben sich in ihrer Formulierung aus dem Gesetz der allgemeinen Gravitation, das er mittels der Gezeitenphänomene und der Umlaufbahnen der Kometen bestätigte. Newtons Axiome und das Prinzip der allgemeinen Gravitation lieferten die Grundlage zum Verständnis unseres Sonnensystems und der Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne.


Im Jahre 1703 wurde Newton zum Präsidenten der Royal Society gewählt und als der Patriarch der englischen Wissenschaft anerkannt. Um 1730 lernten die Mitglieder der französischen Akademie Newtons Entdeckungen kennen, Moreau de Maupertuis, Alexis-Claude Clairaut und einige andere Mitglieder wurden deren Verfechter.

Isaac Newton spielte im Leben von Emilie du Châtelet eine bedeutende Rolle, obwohl sie ihn nie persönlich getroffen hatte. Emilie übersetzte Newtons Mathematische Grundlagen der Naturwissenschaft (Philosophiae naturalis principia mathematica), allgemein die "Prinzipien" genannt, aus dem lateinischen Originaltext in die französische Sprache. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, musste man Latein verstehen, Algebra, Geometrie, die Rechnungsarten, Physik und Astronomie beherrschen, ein guter Schriftsteller sein, die Konzepte unter Berücksichtigung der mathematischen Logik zu erklären fähig sein und die Beharrlichkeit zur tatsächliche Übersetzung mitbringen.

Emilies Übersetzung der "Prinzipien" ist deshalb von Bedeutung, weil sie Newtons Werk in die akademische Welt Europas des 18. Jahrhunderts brachte. Als das Buch 1759 veröffentlicht wurde, war Newtons Werk nur einer kleinen Anzahl von Gelehrten auf dem Kontinent bekannt. Ihre Übersetzung der "Prinzipien" wurde das Lehrbuch, welches in ganz Europa verwendet wurde, um die Newton'schen Prinzipien der Physik zu erklären. Für viele Jahre lang war dies die einzige Übersetzung von Newtons Werk in die französische Sprache.


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